Sternegucken für Superhelmut, Liebhabär und Hermann

Superhelmut, Liebhabär und Hermann, der kleine Freche gehören zur Gattung der Perlsacktiere und dürfen als Glücksbringer zu jedem Tanzturnier mitfahren, welches Andrea Simon-Dräger und Oliver Dräger irgendwo auf dieser Welt bestreiten. Der kleine Fanclub war jüngst auch in Stuttgart am Start, wo wie jedes Jahr die German Open Championships als größte Turnierveranstaltung der Welt für 5 Tage die internationale Tanzszene angezogen hat.

Andrea und Oliver hatten sich für das Weltranglistenturnier der Senioren II Standard angemeldet. Das Turnier fand am 16./17. August 2019 statt, wobei die beiden ersten Runden freitags stattfanden und die weiteren dann samstags.

Superhelmut & Co kannten das Ambiente in Stuttgart schon aus den Vorjahren – sowohl die schöne „Alte Reithalle“ als auch den Beethovensaal. Alle drei nahmen Freitag um 8:30 Uhr in der Früh auf einem der Besucherstühle Platz und ließen die Eindrücke auf sich einprasseln. Die Vorrunde des Turniers wurde aufgrund des sehr großen Startfeldes von insgesamt 222 Paaren in zwei Schichten aufgeteilt. Von 8:45 Uhr an musste die erste Hälfte des Startfeldes alle Tänze tanzen, ab 10:40 Uhr dann kamen noch einmal alle Tänze für die zweite Hälfte des Feldes. Mittags stand dann fest, welche Paare Runde 2 erreicht hatten. Andrea und Oliver hatten eine souveräne Leistung abgeliefert und starteten folgerichtig am frühen Nachmittag in der 2. Runde mit insgesamt 143 Paaren.

Als die Rundenauslosung bekannt gegeben wurde, rieben sich Superhelmut, Liebhabär und Hermann verwundert die kleinen Äuglein. Es durften doch aufgrund der Leistungen im Vorjahr bzw. aufgrund der Platzierung auf der Weltrangliste einige Paare die erste Runde aussetzen und in Runde 2 ins Turnier einsteigen. Das ist üblich, bis dahin also nichts besonderes. Bei der GOC ist die Regel jedoch speziell, und somit kamen 28 „Sternchenpaare“ dazu, die über die 10 Startgruppen zu verteilen waren. Diese Verteilung jedoch wurde nicht gleichmäßig erledigt. Andrea und Oliver waren gleich in der 1. Startgruppe dran, und die direkte Konkurrenz blieb für alle Tänze gleich. Die Perlsackfamilie übt noch das kleine Einmaleins, aber bis 10 zählen kann sie schon. Sieben Sterne haben Superhelmut & Co gezählt. Sieben Sterne in der ersten Startgruppe, in der auch Andrea und Oliver mitmachen würden. Und dann haben sie auf der Rundenauslosung auch gesehen, dass pro Startgruppe im Schnitt 7 Kreuzchen zu vergeben waren, um weiter unter die besten 96 Paare gewertet zu werden.

Der kleine Fanclub feuerte das Telos-Paar nach Kräften an, wusste er doch um das schier unmögliche Unterfangen, bei dieser Konstellation Kreuzchen zu ergattern. Dazu gesellte sich noch ein kleiner „großer“ Fanclub, nämlich Karen Köhn und Michael Deisenroth, die zum Zuschauen nach Stuttgart gereist waren. Und auch von den Tanzfreunden des TSC Schwarz-Weiß-Blau erhielten Andrea und Oliver Unterstützung, Thomas und Hanna Owesny feuerten auch das Telos-Paar an.

Am Ende haben die beiden eine sehr gute 2. Runde getanzt und sind dennoch hängen geblieben. Das Ziel der Top-96, die sie letztes Jahr erreicht hatten, in weiter Ferne.

Sternegucken ist ja ganz schön, resümierten die Perlsacktiere auf der Heimfahrt. Aber lieber doch am Nachthimmel als beim Tanzturnier.