DTSA 2019

Hallo liebe Tänzer,

am 25.11.2019 richtet der TSC Telos, organisiert durch die Sportgemeinschaft Deutsche Bank, seine diesjährige Abnahme des Deutschen Tanzsportabzeichens (DTSA) aus. Alle Tänzer sind eingeladen daran teilzunehmen, egal ob begeisterte Einsteiger, langjährige Hobbytänzer oder erfahrene Turniertänzer. Die Abnahme findet ab 19.00 Uhr in Eschborn, Stuttgarter Straße 7, statt, Eintanzen ist ab 18.00 Uhr möglich.

Wer Lust hat das Deutsche Tanzsportabzeichen abzulegen, kann sich gerne bei Andrea Simon-Dräger (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) informieren und anmelden. Auch die Trainer in den Gruppen geben gerne Auskunft.

Wir freuen uns, wenn viele Paare teilnehmen.

Die besten 48 Paare der Welt

Das waren die Worte des Turnierleiters, der die Weltmeisterschaft der Senioren II Standard am 5. Oktober 2019 in Toronto/Kanada moderierte. Andrea Simon-Dräger und Oliver Dräger vom TSC Telos waren dabei!

Nun aber der Reihe nach: Als im letzten Winter der Welttanzsportverband verkündete, dass die WM 2019 in Kanada stattfinden sollte, haben wir tatsächlich kurz überlegt, ob wir die Reise machen sollten oder nicht. Wir haben uns dafür entschieden und sind vom 2.-7.10. nach Toronto geflogen, um sowohl an der WM teilzunehmen als auch an einem Weltranglistenturnier am Folgetag.

Der Hinflug am Mittwoch war entspannt, die Lufthansa hat uns in etwas mehr als 8 Stunden von Frankfurt nach Toronto gebracht, dort haben wir einen Mietwagen in Empfang genommen und das Veranstaltungshotel im Vorort Markham angesteuert.

Donnerstags war Tag der Deutschen Einheit, was dazu führte, dass wir einen Tag weniger Urlaub nehmen mussten. In Kanada hatten wir uns vorgenommen, einkaufen zu gehen. Markenkleidung ist dort einfach günstiger als zuhause, und so sind wir mit leeren Taschen in die Innenstadt gefahren und mit vollgepackten wieder zum Hotel zurückgekehrt. Abendessen in einem Burger-Lokal – lecker!

Für Freitag hatten wir uns mit Birgit und Carsten Spengemann vom TSC Metropol Hofheim verabredet: Die beiden brachten ihren Sohn Moritz mit nach Toronto, und wir sind zu fünft zu den Niagara-Fällen an der Grenze zu den USA gefahren und haben uns bei trockenem Wetter die imposanten Wasserfälle angesehen.

Am späten Nachmittag gab es die Gelegenheit, die Veranstaltungshalle zu besichtigen und etwas frei zu trainieren, was wir gemacht haben. Zum Abendessen ging es dann wieder in das Burger-Lokal, denn auf der Speisekarte waren mehrere Alternativen aufgelistet, die es zu probieren galt.

Moritz (16jähriger expliziter Nichttänzer) hat beim Abendessen klar die Aufgaben verteilt: Die Tanzmänner müssen einfach alles richtig machen, und die Tanzfrauen sollen den Rest einfach weglächeln. Wir haben viel gelacht!

Am Samstag dann der große Auftritt bei der Weltmeisterschaft. Mittags um 12:30 Uhr startete die Vorrunde mit insgesamt 79 Paaren. 36 sollten sich direkt für die Runde der besten 48 qualifizieren, und es war abzusehen, dass es für uns auf dem direkten Weg schwierig würde. Für Carsten und Birgit sah es nach unserer Meinung besser aus, aber auch dieses Paar musste den sogenannten Redance tanzen, also die Runde der verbliebenen 43 Paare, von denen sich noch 12 Hoffnung auf die restlichen Plätze in der 48er-Runde machen konnten.  12 Kreuze verteilt auf 5 Startgruppen bedeutete, dass es pro Gruppe 2 bis 3 Kreuze gab – viel schlechter kann die Quote eigentlich nicht sein. Wir haben alles reingelegt, was ging. Der Kopf blieb schön links, die Arme blieben schön oben, und alles, was nicht zu 100% funktioniert hat, hat Andrea einfach weggelächelt – ganz so wie vom Interimstrainer Moritz bestellt.

Sowohl die Spengemanns als auch wir sind durch den Redance gekommen und wurden für die Runde der besten 48 Paare aufgerufen. Die besten 48 Paare der Welt – stolzer kann man kaum sein, wenn der Turnierleiter einen mit diesen Worten begrüßt! Diese Runde war dann unsere Spaßrunde, sie lief ebenfalls ziemlich gut, und wir haben das Turnier auf Platz 41 beendet.

Nach einer kurzen Rückkehr zum Hotel fuhr die 5er-Truppe wieder in die Veranstaltungshalle, um die verbliebenen drei deutschen Paare im Semifinale anzufeuern. Eines der Paare hat es ins Finale geschafft – unsere Trainingskollegen Thorsten Zirm und Sonja Schwarz vom TSZ Blau-Gold Casino Darmstadt haben sensationell gut getanzt. Zur Siegerehrung stieg die Spannung ins schier unermessliche: Welchen Platz würden die Darmstädter wohl erreichen? Als nur noch zwei Paare „ungeehrt“ am Flächenrand standen und der Turnierleiter Platz 2 an ein sehr gutes kanadisches Paar vergab, kannte die Freude keine Grenzen mehr. Thorsten und Sonja sind die neuen Weltmeister der Senioren II. Ein toller Abend ging mit einem 5er-Abendessen in besagtem Burger-Lokal, in dem es auch ganz hervorragende Spare Ribs gab, zu Ende.

Sonntags wurde erst einmal ausgeschlafen. Familie Spengemann trat ihren Urlaub an, und wir fuhren am Nachmittag noch einmal in die Veranstaltungshalle zum Weltranglistenturnier. Dort qualifizierten wir uns klar für die Runde der besten 24 und wurden in der Endabrechnung mit Platz 19 verabschiedet. Eine hervorragende Ausbeute an Ranglistenpunkten. Und zum Abendessen gab es dieses Mal hervorragendes Sushi, denn drei Mal Burger-Lokal hintereinander hat uns dann auch gereicht.

Montags dann noch ein kleiner Ausflug auf die vorgelagerten Inseln „Toronto Islands“ mit tollem Blick auf die Skyline, nachmittags dann der Aufbruch zum Flughafen und über Nacht auf Dienstag der Heimflug nach Frankfurt. Dass wir in Frankfurt etwas übermüdet fast eine Stunde auf die Koffer warten mussten haben wir dann mal weggelächelt.

Was bleibt? Die Erinnerung an ein hervorragend organisiertes Wochenende – der Saal war bestens für eine Weltmeisterschaft präpariert, Musik und Ton sehr gut, auch das Veranstaltungshotel prima. Und an gutes Tanzen, welches wir bei den nächsten Turnieren gerne wiederholen möchten. Die Reise hat sich gelohnt!

Fotos: Moritz Spengemann / Oliver Dräger
 

Zum 7. Mal: Die Mainhattan Dance Days

Bereits zum 7. Mal haben am Wochenende 28./29. September 2019 die vier Frankfurter Vereine TSC Telos, Schwarz-Silber, Frankfurter Kreis und TSC Schwarz-Weiß-Blau die Mainhattan Dance Days in der Stadthalle Bergen durchgeführt. Sowohl samstags als auch sonntags waren die Startklassen teils gut gefüllt, teils noch etwas übersichtlich, was die Anzahl der Paare betraf.

Der TSC Telos war mit einigen Helfern vertreten, denen der Vorstand auf diesem Weg vielen Dank für ihr Engagement sagt. Erstmals übernahm die Schatzmeisterin Andrea Simon-Dräger die Rolle der Turnierleiterin bei den MDD und moderierte Sonntag nachmittags die Turniere auf beiden Flächen. Getanzt wurde auch. Nachdem den Veranstaltern die Ausrichtung von S-Klassen dieses Jahr durch den Deutschen Tanzsportverband aufgrund einer neuen Regelung versagt geblieben war, konnten sich die Paare, Zuschauer und Wertungsrichter voll auf die D- bis A-Klassen konzentrieren.

Für den TSC Telos starteten Cornelia und Jürgen Köhler bei den Senioren IV A Standard. Beide waren erst im März dieses Jahres bei der LM in Frankfurt-Sossenheim in die A Klasse aufgestiegen, aber gut erholt nach einen zweiwöchigen Urlaub nahmen sie die Herausforderung an und stellten sie sich der Konkurrenz. Mit 10 Paaren am Start war diese Klasse erfeulich stark vertreten. Die Vorrunde wurde in zwei Gruppen getanzt. Köhlers starteten in der ersten Gruppe. Bedingt durch eine kleine zeitliche Verzögerung ließen sich die Zwei noch etwas Zeit und wurden plötzlich vom Beginn des Turniers überrascht. Schnell wurde der Frack angezogen, doch das weitere Anbringen der Schlaufen und Knöpfe gestaltete sich etwas mühsam, so dass der Aufruf für unser Paar ein kleines bisschen zu früh kam. Doch mit Beginn des Langsamen Walzers waren beide konzentriert auf der Fläche und tanzten die weiteren Tänze mit eine guten Leistung. Bedingt durch die starke Konkurrenz, war die Freude über den Einzug in das Finale sehr groß. Mit viel Übersicht und gutem Tanzen konnten sich Cornelia und Jürgen Köhler dann über einen 3. Platz und einer zweiten Platzierung in der für sie noch jungen A- Klasse freuen.

Insgesamt waren die Turniere sehr gut durchorganisiert. Die vielen Helfer der beteiligten Vereine (Turnierleiter, Beisitzer, Kuchenverkäufer etc.) haben nicht nur an diesem Wochenende, sondern bereits im Vorfeld, eine tolle ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Text und Foto: Oliver Dräger

 

Ute und Thomas erreichen bei ihrer ersten LM das Finale

Bei der offenen hessischen Landesmeisterschaft der Senioren III in der D-Klasse traten am 1. September 2019 vom TSC Telos Ute Loh und Thomas Petrasch an. Beide waren durch ihre Trainer Petr Srutek und Birger Holtermann sehr gut vorbereitet worden und erreichten souverän die Endrunde in dem 10-paarigen Turnier in Rödermark.

Der mitgereiste kleine Telos-Fanclub feuerte das Paar kräftig an, und Ute und Thomas bekamen ihr Lampenfieber gut in den Griff. Im Finale wurde es dann der eindeutige vierte Platz – zumindest aus Sicht der fünf Wertungsrichter. Das Tanzen hat allemal für einen Treppchenplatz gereicht, wenn es nach der Meinung der Telos-Zuschauer gegangen wäre. Aber manchmal entscheiden die Wertungsrichter anders. Ute und Thomas war die kleine Enttäuschung nur kurz anzumerken, sie stürzen sich nun in die nächsten Turniere und kommen dem Aufstieg in die C-Klasse damit immer näher.

Text und Foto: Oliver Dräger

Sternegucken für Superhelmut, Liebhabär und Hermann

Superhelmut, Liebhabär und Hermann, der kleine Freche gehören zur Gattung der Perlsacktiere und dürfen als Glücksbringer zu jedem Tanzturnier mitfahren, welches Andrea Simon-Dräger und Oliver Dräger irgendwo auf dieser Welt bestreiten. Der kleine Fanclub war jüngst auch in Stuttgart am Start, wo wie jedes Jahr die German Open Championships als größte Turnierveranstaltung der Welt für 5 Tage die internationale Tanzszene angezogen hat.

Andrea und Oliver hatten sich für das Weltranglistenturnier der Senioren II Standard angemeldet. Das Turnier fand am 16./17. August 2019 statt, wobei die beiden ersten Runden freitags stattfanden und die weiteren dann samstags.

Superhelmut & Co kannten das Ambiente in Stuttgart schon aus den Vorjahren – sowohl die schöne „Alte Reithalle“ als auch den Beethovensaal. Alle drei nahmen Freitag um 8:30 Uhr in der Früh auf einem der Besucherstühle Platz und ließen die Eindrücke auf sich einprasseln. Die Vorrunde des Turniers wurde aufgrund des sehr großen Startfeldes von insgesamt 222 Paaren in zwei Schichten aufgeteilt. Von 8:45 Uhr an musste die erste Hälfte des Startfeldes alle Tänze tanzen, ab 10:40 Uhr dann kamen noch einmal alle Tänze für die zweite Hälfte des Feldes. Mittags stand dann fest, welche Paare Runde 2 erreicht hatten. Andrea und Oliver hatten eine souveräne Leistung abgeliefert und starteten folgerichtig am frühen Nachmittag in der 2. Runde mit insgesamt 143 Paaren.

Als die Rundenauslosung bekannt gegeben wurde, rieben sich Superhelmut, Liebhabär und Hermann verwundert die kleinen Äuglein. Es durften doch aufgrund der Leistungen im Vorjahr bzw. aufgrund der Platzierung auf der Weltrangliste einige Paare die erste Runde aussetzen und in Runde 2 ins Turnier einsteigen. Das ist üblich, bis dahin also nichts besonderes. Bei der GOC ist die Regel jedoch speziell, und somit kamen 28 „Sternchenpaare“ dazu, die über die 10 Startgruppen zu verteilen waren. Diese Verteilung jedoch wurde nicht gleichmäßig erledigt. Andrea und Oliver waren gleich in der 1. Startgruppe dran, und die direkte Konkurrenz blieb für alle Tänze gleich. Die Perlsackfamilie übt noch das kleine Einmaleins, aber bis 10 zählen kann sie schon. Sieben Sterne haben Superhelmut & Co gezählt. Sieben Sterne in der ersten Startgruppe, in der auch Andrea und Oliver mitmachen würden. Und dann haben sie auf der Rundenauslosung auch gesehen, dass pro Startgruppe im Schnitt 7 Kreuzchen zu vergeben waren, um weiter unter die besten 96 Paare gewertet zu werden.

Der kleine Fanclub feuerte das Telos-Paar nach Kräften an, wusste er doch um das schier unmögliche Unterfangen, bei dieser Konstellation Kreuzchen zu ergattern. Dazu gesellte sich noch ein kleiner „großer“ Fanclub, nämlich Karen Köhn und Michael Deisenroth, die zum Zuschauen nach Stuttgart gereist waren. Und auch von den Tanzfreunden des TSC Schwarz-Weiß-Blau erhielten Andrea und Oliver Unterstützung, Thomas und Hanna Owesny feuerten auch das Telos-Paar an.

Am Ende haben die beiden eine sehr gute 2. Runde getanzt und sind dennoch hängen geblieben. Das Ziel der Top-96, die sie letztes Jahr erreicht hatten, in weiter Ferne.

Sternegucken ist ja ganz schön, resümierten die Perlsacktiere auf der Heimfahrt. Aber lieber doch am Nachthimmel als beim Tanzturnier.